| |
Geschichte
Chronologische
Datenerfassung zur Geschichte der Gemeinschaft von Christen und
Muslimen in der Schweiz
Die
Praxis hat gezeigt, dass Schwierigkeiten, die sich aus dem Aufeinandertreffen
der beiden Religionen Islam und Christentum ergeben, vor allem im
täglichen Zusammenleben sichtbar werden. Aus diesem Grunde sah
die Gemeinschaft ihre Aufgabe in erster Linie darin - nebst aktuellen
Themen, die an der Jahresversammlung angegangen und vertieft worden
sind - nicht im Vergleich von Bibel und Koran, sondern bei den praktischen
Problemen im Alltag: In Schulen und Kindergärten, am Arbeitsplatz
und im Wohnquartier, im Spital und in bi-religiösen Ehen und
Familien.
Weiter
haben Mitglieder des Vorstandes in all den Jahren mit grossem Einsatz
und viel Engagement an unzähligen Veranstaltungen und Anlässen
in Kirchgemeinden, an kirchlichen Tagungen, in Gottesdiensten, im
Bildungs- und Gesundheitsbereich mitgemacht und in diversen Organisationen
und interreligiösen Arbeitsgemeinschaften wie Forum gegen Rassismus,
Runder Tisch der Religionen, IRAS, usw. mitgearbeitet.
| 26.9.2009 |
Jahres-Mitgliederversammlung
2009 zum Thema "Schlagwort Scharia".
Ort: Dzemat der islamischen Gemeinschaft IGL, Emmenweidstrasse
4, 6020 Emmenbrücke.
Einführung ins Thema von Rifa'at Lenzin, Co-Präsidentin.
Dr. Elham Manea, Buchautorin und Lehrbeauftragte am Institut
für Politkwissenschaft der Uni Zürich und am Institut
für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie
der Uni Bern referierte zum Thema "Islamisches Familienrecht
und Menschenrechte.
Der zweite geladene Gast, Prof. Christian Giordano vom Seminar
für Sozialanthropologie der Uni Fribourg, welcher zum Thema
"Die Scharia als Repräsentation: Westliche Alltagsmotive"
sprechen sollte, musste leider krankheitshalber kurzfristig
absagen.
|
| 30..8.2008 |
Die
Jahres-Mitgliederversammlung fiel in diesem Jahr mit dem Fête
KultuRel des Hauses der Religionen (28.-31. August) zusammen.
Ort: Haus der Religionen, Schwarztorstrasse 102, Bern
Das Nachmittagsprogramm war deshalb integrierter
Bestandteil des Fête KultuRel. Gastreferent am Nachmittag
war Dr. Arnold Hottinger, Publizist und langjähriger Nahost-Korrespondent
der NZZ. Er referierte zum Thema: "Vom Zusammenleben der
Christen und Muslime gestern und heute".
Im andalusischen Raum mitgestaltet und mitgetragen von der GCM,
der Christlich Jüdischen Arbeitsgemeinschaft (CJA) und
der Philosophischen Praxis Philocom wurden verschiedene Events
angeboten. Dieser Raum war während der ganzen Zeit des
Fête KultuRel geöffnet. Das Thema dieses Raumes war
"Al Andalus", wo Mauren, Sefarden und Christen 700
Jahre zusammen gelebt haben und dessen Kulturleistungen die
gesamte jüdische, islamische und christliche Welt geprägt
haben. Mit Bildern, Musik und Erzählungen wurde Einblick
in das Leben und die Errungenschaften dieser Zeitepoche geboten.
Beispiel: Arabische Impressionen - Geschichten aus der arabischen
Welt, erzählt, gesungen und getanzt von Brigitte Schildknecht.
|
| 25.8.2007 |
Jahres-Mitgliederversammlung
2007, zum Them "Der Islam auf dem Weg zur öffentlich-rechtlichen
Anerkunnung?
Ort:
Fatih-Moschee, Holunderweg 55, Solothurn
Referenten: Dr. Georg Kreis, Universität Basel, Präsident
der Eidg. Kommission gegen Rassismus( historischer Teil) und
Dr. iur. Georg Gremmelspacher, Rechtsanwalt (rechtlicher Teil),
Dr. Taner Hatipoglu, Vizepräsident der VIOZ (Vereinigungen
Islamischer Organisationen Zürich) .
Zum Abschluss Musik und Gesang aus Afghanisatn, Indien und Pakistan
mit Isa Arefi und Band"
|
| 26.08.2006 |
Mitglieder-Versammlung
zum Thema "Dürfen religiöse Bauten in der
Öffntlichkeit Zeichen setzen?" (10.30-16.30 Uhr)
Ort: Islamische Gemeinschaft IKRE, Morgenstrasse 148, Bern
Referat: Gerda Hauck, Integrationsbeauftragte der Stadt Bern:
Titel: Wie wird die Glaubens- und Gewissensfreiheit im Bau-
und Planungsrecht umgesetzt? Praxis und Handlungsbedarf".
Podiumsdiskussion mit Gerda Hauck, Integrationsbeauftragte der
Stadt Bern, Erwin Tanner, Sekretär der Arbeitsgruppe "Islam"
der Schweizer Bischofskonferenz, Halil Sütlü, Delegierter
der CVP Schweiz für den Kanton Aargau, Hassan Abo Youssef,
Vorstandsmitglieder der IRAS COTIS (Interreligiöse Arbeitsgemeinschaft
in der Schweiz), Moderation: Constanze Straub, Schweizer Radio
DRS.
|
| 27.
08.2005 |
Jahres-Mitgliederversammlung
10.30-15.00 Uhr
Ort: Progr, Bern. Waisenhausplatz 30, im Saal "Haus der
Religionen"
Kein thematischer Schwerpunkt in diesem Jahr. Statt dessen nahmen
wir uns Zeit, mit den Mitlgliedern bei einem gemeinsamen Mittagessen
ins Gespräch zu kommen. |
| 04.09.2004: |
Jahresversammlung
in Zürich zum Thema "Rechte und Pflichten der Muslime
in der Schweiz. - Eine staatsrechtliche Betrachtung".
Ort: Verband der islamischen Kulturzentren, Birmensdorferstrasse
273, 8055 Zürich. Referent: Dr. Martin Wyss, Stellvertretender
Abteilungschef der Abt. 2 für Rechtsetzung beim Bundesamt
für Justiz und Lehrbeauftragter an der UNI Bern (Institut
für öffentliches Recht).
Podiumsdiskussion: mit dem Referenten, Elisabeth Ambühl-Christen,
Interkulturelle Beauftragte für den Kanton Solothurn, Scheich
Ibram Youssef von der Islamischen Gemeinschaft, Zürich.
Moderation: Dr. Taner Hatipoglu, Vizepräsident der VIOZ
(Vereinigung Islamischer Organisationen, Zürich). |
| 30.08.2003: |
Jahresversammlung
in Bern zum Thema "Islamische Charta".
Referent: Dr. Ayyub Axel Köhler vom Zentralrat der Muslime
in Deutschland zum Thema "Die Islamische Charta des Zentralrates
der Muslime in Deutschland - Werdegang und Reaktionen".
Podiumsgespräch: "Die Charta und die Muslime in
der Schweiz. Eine kritische Auseinandersetzung", mit
dem Referenten, Thomas Markus Meier, röm. kath. Theologe
und Co-Präsident der GCM, Rifa'at Lenzin, Islamwissenschafterin,
Muslimin; Mario Gattiker, Vizedirektor, Bundesamt für
Zuwanderung, Integration und Auswanderung.
Faltblatt
"Muslimische Kinder in Schweizer Schulen und Kindergärten"
ist auf Französisch, Arabisch, Albanisch und Türkisch
erschienen.
|
| 31.08.2002: |
Jahresversammlung
in Bern zum Thema ""Euro-Islam" und "Christliches
Abendland". Wie religiös leben in einer säkularen
Welt". Ort: Kirchgemeindehaus Paulus, Freiestrasse
20, 3012 Bern.
Referat zum Thema aus muslimischer Sicht: Dr. Taner Hasan Hatipoglu,
Vizepräsident der Vereinigung islamischer Organisationen,
Zürich (VIOZ). Referat zum Thema aus christlicher Sicht:
Hanna Kandal, Pfarrerin, Zürich. Podiumsdiskussion mit
den Referenten. Moderation: Amira Hafner-Al-Jabaji, Vorstandsmitglied
der GCM. |
| 08.09.2001:
|
Jahresversammlung
in Zürich zum Thema "Islamischer Religionsunterricht
in der Schweiz. Bedürfnisse - Erfahrungen - Perspektiven".
Ort: Haus am Lindentor, Hirschengraben 7, 8001 Zürich.
Referenten: Prof. Anas Shakfah, Wien: Islamischer Religionsunterricht
und Ausbildung in Österreich; Dr. Werner Schatz, Basel:
Islamischer Religionsunterricht in Basel: Ein Erfahrungsbericht.
Podiumsgespräch mit den Referenten sowie mit Emine Meral
Basel und Rosa Grädel, Bern. Moderation: Amira Hafner Al-Jabaji. |
| 02.09.2000: |
Die
Gemeinschaft von Christen und Muslimen in der Schweiz feiert
in Bern ihr 10-jähriges Jubiläum mit einem Fest der
Kulturen und Religionen. Tagungsthema: "Kinder Abrahams
- zur Notwendigkeit eines Dialogs von Christen und Muslimen
heute". Ort: Rotonda, Sulgeneckstrasse 11-13, Bern.
Gastreferenten: Prof. Karl-Josef Kuschel, Universität Tübingen
und Prof. Elsayed Eshahed, Al-Azahr Universität, Kairo. |
| 14.01.2000: |
Friedhofsfrage
Eröffnungsfeier auf dem Bremgartenfriedhof. Die langjährige
Knochenarbeit in Sachen Friedhofsfrage führte zu einem
historischen Durchbruch: Die Berner Muslime erhalten ein separates
Gräberfeld mit 250 Gräbern, wo sie ihre Toten nach
ihren Riten begraben können. |
| 09.01.1999: |
Christlich-Muslimisches
Begegnungsfest in Bern (Weihnachten und Ramadan fallen zusammen).
Ort: Kirchgemeindehaus Paulus, Freiestrasse 20, 3012 Bern
|
| 13.06.1998: |
Jahresversammlung
in Bern zum Thema "Muslimische Kinder in Schweizer
Schulen und Kindergärten". Ort: Hotel Bern,
Zeughausgasse 9, 3011 Bern. Referentin: Marise Lendorff-El-Rafii,
Fachreferentin für Islam in Lehrerfortbildung und Erwachsenenbildung,
Zürich. Podiumsdiskussion mit Claudia Omar-Amberg, Erziehungsdirektorin
der Stadt Bern, Esther Ladner, Primarschule Grossbasel-Ost,
Brigitte Heckendorn, Primarlehrerin, Gelterkinden, Amira Hafner-Al-Jabaji,
Muslimin in der 2. Generation. Moderation: Wassem Hussain,
Journalist, Zürich.
Faltblatt
"Muslimische Kinder in Schweizer Schulen und Kindergärten"
ist in deutscher Sprache erschienen.
|
| 20.02.-01.03.1998: |
Begegnungs-
und Studienreise nach Ägypten: Ziel: praktische Erfahrung
im interreligiösen Dialog. |
| Juni
1997: |
Faltblatt:
"Eine Familie - zwei Religionen"
in erster Auflage erschienen. |
| 07.06.1997: |
Mitgliederversammlung
in Zürich zum Thema "Eine Familie - Zwei Religionen".Ort:
Helferei Grossmünster, Kirchgasse 13, 8001 Zürich.
Referentinnen: Rania Bahnan-Büechi: "Umgang mit Unterschieden
in einer interkulturellen Ehe" und Andrea Knecht-Oti-Amoaka:
"Wie schillernde Schmetterlinge - Gedanken zu christlich-muslimischen
Ehen". |
| 22.06.1996: |
Mitgliederversammlung
in Bern zum Thema "Sterben und Tod im Islam und im
Christentum. Warum ein Friedhof für Muslime in Bern lebenswichtig
ist". Ort: Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern.
Referenten: Prof. Dr. Abdoldjavad Falaturi, Islamwissenschafter
Hamburg und Thomas Markus Meier, kath. Theologe. Podiumsdiskussion
mit: Dr. Ibrahim Salah, Bern, Ashraf Kasmani Bern, Joy Matter,
Gemeinderätin Bern, Claudia Omar-Amberg, Grossrätin
Bern.
Moderation: Albert Rieger, Co-Präsident der GCM.
Friedhofsfrage
Die Gemeinschaft von Christen und Muslimen engagiert sich
vermehrt in der Friedhofsfrage mit dem Ziel auf dem Bremgarten-Friedhof
ein muslimisches Gräberfeld zu errichten. Sie wird für
verschiedene Gemeinden ein wichtiger Ansprechpartner in Sachen
Friedhofsfrage.
|
| Juni
1996: |
Faltprospekt
"Muslime im Spital"
in erster Auflage erschienen. |
| 01.06.1996: |
Retraite
des Vorstandes in Biel. |
| 10.06.1995: |
Vierte
Jahresversammlung in Basel zum Thema "Krankheit und
Sterben in der Sicht des Islam". Ort: Offene Kirche
Elisabethen, Elisabethenstrasse 10, 4051 Basel. Referent: Dr.
med. Moussa El-Desouky, Cham. Dr. med. Cornelia Hanke-Fehlmann
und P. Thomas Angehrn stellen den neuen Leitfaden "Muslime
im Spital" vor. |
| 04.06.1994: |
Fachtagung
in Bern zum Thema "Minderheiten im Christentum und im
Islam". Ort: Pfarreiheim St. Antonius, Morgartenstrasse
65, 3018 Bern-Bümpliz. Referenten: Dr. R. Bütler,
Bern: "Christliche Minderheiten und der Islam aus theologischer
und historischer Sicht. Dr. B. Reinert, Winterthur: "Islamische
Minderheiten und das Christentum aus theologischer und historischer
Sicht. Kurzvoten aus aktueller Sicht von Bischof Ardak Manakian
Iran, Dr. Samir Geres, Ägypten, Dr. Ismail Amin Zürich.
Anschliessend diverse Workshops zum Thema. |
| 26.03.1994: |
Dritte
Jahresversammlung in Luzern zum Thema "Beten im Christentum
und im Islam". Ort: Priesterseminar St. Beat, Adligenswilerstrasse
15, 6006 Luzern. Referenten: Aus christlicher Sicht: Catherine
und Pierre Brunner-Dubey, Diakonische Kommunität Basel
und aus muslimischer Sicht Remzi Celebi, Imam aus Zürich. |
| 19.06.1993: |
Zweite
Jahresversammlung in Zürich zum Thema "Das Zusammenleben
von Juden, Christen und Muslimen in Israel/Palästina".
Referent: Pfarrer Dr. Mitri Raheb Bethlehem (Palästina).
Mit Kurzvoten von Dr. Edouard Baadin, Basel, Abu Omar Khairi,
Kirchberg. |
| 03.04.1993: |
Der
Vorstand besucht mit Mitgliedern und Interessierten die Moschee
in Genf. |
| 27.06.1992: |
Fachtagung
zum Thema "Menschenrechte im Christentum und im Islam",
Ort: Bürgerhaus in Bern, Neuengasse 20, 3011 Bern.
Referenten: Dr. A. Bondolfi: Das Verständnis der Menschenrechte
aus christlicher Sicht.
Dr. F. Afshar: Das unterschiedliche Menschenrechtsverständnis
aus islamischer und säkularer Sicht. Podiumsdiskussion
zum Thema "Frauen und Menschenrechte im Islam" mit
Fawzia Al-Aschmawi-Abouzeid, Emine Meral, Marise Lendorff-El
Rafii, Laila Hamdaoui, Samia Osman-Hussein, Co-Präsidentin
der GCM.
Friedhofsfrage
Die Gemeinschaft von Christen und Muslimen in der Schweiz
engagiert sich in der Friedhofsrage (Bestattungen von Muslimen).
Beginn mit Recherchen und Abklärungen auf politischer
und behördlicher Ebene mit dem Ziel, dass Muslime ihre
Toten auf öffentlichen Friedhöfen nach islamischem
Ritual beerdigen können.
|
| 28.03.1992: |
Erste
Jahresversammlung in Bern (fällt in die Zeit des islamischen
Fastenmonats Ramadan und der christlichen Fastenzeit) zum Thema
"Fasten und Gesundheit im Christentum und im Islam".
Mit Beiträgen von Dr. Abdullah Al-Ghazali, Humam Al-Jabaji
und Dr. Robert Bütler. Mit Fastenbrechen und gemeinsamem
Essen.
Der Verein "Christen und Muslimen im Kanton Bern"
wird erweitert zu "Gemeinschaft von Christen und Muslimen
in der Schweiz" (GCM). |
| 28.06.1991: |
Im
Anschluss an die am 1.12.1990 in Bern durchgeführte kantonale
Konferenz der Fachstelle Oekumene, Mission und Entwicklungsfragen
(OeME) zum Thema "Islam im Kanton Bern" wurde
am 28. Juni 1991 der Verein "Gemeinschaft von Christen
und Muslimen im Kanton Bern" gegründet.
Kurz nach dem Ausbruch des Golfkrieges hat er sich zum Ziel
gemacht - in einer Zeit als der Islam durch Medienberichte neue
Aktualität gewann und von vielen Schweizerinnen und Schweizern
als Bedrohung wahrgenommen wurde - das gegenseitiges Verständnis
für die andere "fremde" Kultur und Religion zu
fördern. |
|
|